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Ausland -
Europa
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von A. Holberg
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10.03.2010
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Ein nicht unwesentlicher Teil der Bewegung gegen Jugoslawien-Krieg des Jahres 1999 hat die Tatsache verschwiegen oder geleugnet, daß die Instrumentalisierung bestimmter Fakten durch die imperialistische Propaganda noch nicht ausreicht, diese Fakten selbst aus der Welt zu schaffen, und zwar in der Annahme, seiner Sache sei am besten gedient, wenn man die Rechtfertigungspropaganda der imperialistischen Aggressoren einfach samt und sonders ignoriert oder gar zurückweist.
So hat sie die Tatsache ignoriert, daß es neben aber auch in Verbindung mit dem geostrategischen Krieg des Imperialismus gegen Jugoslawien noch einen zweiten Kampf gab, nämlich den der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo gegen die Unterdrückung durch die ‘jugoslawische', de facto serbische, Armee und ihre irregulären nationalistischen Kommandos. Während der größte Teil der hier angesprochenen Kräfte der Friedens- bzw. Antikriegsbewegung -im allgemeinen jener mit stalinistischer Politisierung - sich in lang geübter Manier weigerte, O zu sagen, wo er zuvor A gesagt hatte, leugneten die konsequenteren Anhänger des seit dem Ausscheiden Kroatiens, Sloweniens und Bosniens aus dem jugoslawischen Staatsverband praktisch serbischen Nationalismus die Tatsache der nationalen Unterdrückung im Kosovo überhaupt.
Da wir uns leider auf die ‘Linke' beziehen müssen, wie sie ist, und nicht wie sie sein sollte oder hoffentlich auh könnte, wollen wir versuchen, in Ergänzung zu den grundlegenden methodischen Artikeln zur Frage des nationalen Selbstbestimmungsrechtes auch die Faktenlage zu klären.
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Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 )
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Ausland -
Europa
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von Norbert Nelte
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10.03.2010
- bisherige Aufrufe: 87
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"Die Griechen sollten nicht mehr über ihre Verhältnisse leben und Sozialkürzungen hinnehmen, warum sollen wir Deutsche deren Schulden bezahlen? Der „korrupte und faule Grieche"solle erst einmal seinen eigenen Stall ausmisten." Das ist in Deutschland die gängige Meinung der meisten nichtgewerkschaftlichen Kollegen und sie bemerken dabei gar nicht, dass sie von der Auftragspresse spalterisch aufgehetzt wurden und letztlich damit das eigene Grab graben.
Allen voran schreitet die Bild-Zeitung mit ihren Kampfparolen: „Müssen wir für die Schulden von Iren, Italienern und Griechen zahlen?" fragt sie, und antwortet gleich mit SPD-Steinbrück, damit die linksbürgerlichen auch gleich wissen, wie sie zu denken haben „Kommt nicht in Frage"
Der gleiche Tenor beider Welt „Ihr Leben auf Pump ist vorbei, ...während das Land mit sich selber kämpft ... Das Land hat keine neuen Industrien gegründet und sich nicht fit für die Moderne gemacht, im Gegenteil, es wurde teurer, langsamer und verlor seine Industrie.. In Athen und auch in Brüssel hat man darüber jahrzehntelang hinweg gesehen. Europäische, vorallem deutsche Firmen nutzten den griechischen Markt als Expansionsfläche, derweil die lokalen Produzenten wegstarben. Die Differenz zahlte der griechische Staat, erst mit EWG-, dann mit EU-Geld, schließlich mit immer mehrSchulden."
Nicht, die Armen kämpfen mit den Reichen und der Regierung, nein, das Land kämpfe mit sich selber. Kein Wort davon, dass Griechenland jahrhundertelang abwechselnd von Rom, den Kreuzfahrern, der Republik Venedig, Genua und dem Johanniterordens, den Serben, dem Osmanen und zuletzt Italien, Deutschland und Bulgarien hart besetzt und an jeglicher Entwicklung behindert wurde. Also auch von einem bürgerlichen Standpunkt aus wäre es nur recht und billig, jetzt von Europa einen Ausgleich des Lebensstandards zu erwarten, aber die Medien hier spalten die europäische Arbeiterklasse und lügen und hetzen.
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Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 )
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Ausland -
Afrika
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von www.survival-international.de
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09.03.2010
- bisherige Aufrufe: 78
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Der Bericht fordert die Regierung auf, dringend den Zugang zu Wasser zu regeln
Der Beauftragte der Vereinten Nationen (UN) für die Rechte indigener Völker verurteilt in einem aktuellen Bericht die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Buschleuten in Botswana.
Der UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte und Grundlegenden Freiheiten Indigener Völker, Professor James Anaya, betont die andauernde Diskriminierung der indigenen Buschleute und Bakgalagadi im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) durch die Regierung. Obwohl der Oberste Gerichtshof Botswanas im Jahr 2006 zugunsten der Buschleute entschied und die Zwangsvertreibung von ihrem Land als unrechtmäßig anerkannte, werden Buschleute weiterhin wie Bürger zweiter Klasse behandelt und ihre Rechte missachtet.
In seinem Bericht stellt Anaya fest, dass „die Weigerung der Regierung ihren Pflichten gegenüber denjenigen nachzukommen, die zurzeit in dem Reservat leben, weder im Sinne des Urteils [des Obersten Gerichts von 2006], noch mit internationalen Menschenrechten zu vereinbaren ist."
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Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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Ausland -
Nordamerika
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von Robert M. Gates - www.voltairenet.org - www.luftpost-kl.de
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09.03.2010
- bisherige Aufrufe: 329
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Rede des
US-Verteidigungsministers Robert M. Gates auf dem vierten
Seminar zum Strategischen Konzept der NATO
in der National Defense University in Washington
Hans, Herr Generalsekretär, Frau Albright, (Frau)
Admiral Rondeau, General Abrial, es ist mir ein Vergnügen, heute hier
bei
Ihnen zu sein.
Mein Dank gilt auch dem Allied Command
Transformation (s. http://www.act.
nato.i nt/
und http://de.wikipedia.org/wiki/Allied_Command_Transformation
) und der National Defense University (Infos dazu unter http://
de.wikipedia.org/wiki/National_Defense_Un
iversity und http://www.ndu.edu/
), die dieses Seminar veranstalten. Ich kann
mir keinen
besseren Ort für eine Diskussion über die
Zukunft der transatlantischen Allianz vorstellen
als diese Einrichtung, die für die Ausbildung
einer neuen Generation von Offizieren zuständig ist, die für die
nationale Sicherheit verantwortlich sein werden.
Dieses Seminar - das letzte, bevor eine Gruppe von Experten damit
beginnt, ihre Empfehlungen für das neue
Strategische Konzept aufzuschreiben - ist den zukünftigen Strukturen,
Streitkräften und Fähigkeiten der NATO gewidmet.
Deshalb möchte ich zu Beginn darauf hinweisen, dass zur Zeit
mehr als
120.000 Soldaten im Rahmen einer von der
NATO geführten Mission in Afghanistan dienen und Tausende mehr auf dem
Weg dorthin sind. Die meisten von ihnen leben dort unter schwierigen
Bedingungen, und viele stehen täglich
unter feindlichem Feuer. Das sollte uns eindringlich daran erinnern,
dass NATO-Treffen weder jetzt noch irgendwann
einmal zu unverbindlichen Gesprächsrunden oder angeregten
BegegnungsWochenenden
(s. http://www.renaissanceweekend.org/site/aboutus/aboutus.htm
) verkommen
dürfen. Die NATO ist ein Militärbündnis mit Verpflichtungen in der
realen Welt, bei denen es um Leben oder Tod geht. Von
diesen Realitäten sollten wir uns, bei allem was wir tun, leiten lassen.
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Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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Kultur -
Satire
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von Lothar Schnitzler
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09.03.2010
- bisherige Aufrufe: 409
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Wie ein Land versumpft
und Politiker mehr als nur nasse Füße bekommen
Seit dem Superwahljahr 2009 steht fest: Politik kann
einfach nicht schön sein. Fährt man durch das schöne Deutschmühlental, steht die
Ampel voll auf Gelb. Jede Menge bekannte Gesichter, die sich im Bermudadreieck
Ludwigspark, Victor's Residence im Deutschmühlental und Gasthaus Woll umtreiben.
Sie diskutieren heiß die Personalpolitik der Jamaika-Koalition, mittlerweile
Jamaika-Korruption genannt.
In welcher Liga der 1. FC Saarbrücken Dank des
hervorragenden Managements von Hartmut Ostermanns Präsidenten Horst Hinschberger
nächste Saison spielt, ist jedem Fußballfan bekannt. In welche Sphären der
Multimillionär die FDP führen will, ist noch offen. Auf jeden Fall wird die FDP
umgetauft in FPO (Fiedele Partei Ostermann).
Hatte Hartmut Ostermann bisher
abgetakelte Politiker in seine bezahlten Dienste genommen, kauft er sich jetzt,
nachdem er im April 2008 Kreisvorsitzender der FDP Saarbrücken wurde, die
Besetzung der saarländischen Parlamente. So zieht in den Saarbrücker Stadtrat
eine völlig neue Mannschaft der FDP um den Ostermann-Angestellten Friedhelm
Fiedler und den getreuen Rüdiger Linsler ein. Auch im Landtag dürften die
Ostermannen eine neue schwarz-gelb-grüne (Schwampel) Politik mit dem
Fraktionsvorsitzenden der FDP, Horst Hinschberger, dem Ostermann-Angestellten
und Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Hubert Ulrich, und dem ehemaligen
Ostermann-Angestellten und Fraktionsvorsitzenden der CDU, Klaus Meiser,
einläuten. Das wird teuer für das Saarland.
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Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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Ausland -
Europa
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von ATTAC Frankreich, Ólafur Ragnar Grímsson, William A.M. Buckler, In Defence of Iceland -www.tlaxcala.
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08.03.2010
- bisherige Aufrufe: 310
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Mit
mehr als 95% der Stimmen haben
die isländischen Wähler am Samstag, den 6. März 2010 "nein"
gesagt zum "Icesave-Gesetz", das am 30. Dezember 2009 vom Althing*, dem
Parlament, angenommen wurde. Sie haben damit die Zurückzahlung Islands
von 3.9 Milliarden Euros abgelehnt, die von Groß-Britannien und den
Niederlanden an 400 000 Sparer ausgezahlt wurden, die ihre Ersparnisse
bei der Online-Sparkasse Icesave verloren hatten; Icesave war eine
Gründung der isländischen Bank Landsbanki , die aber Bankrott machte.
Wir haben zum Verständnis dieser
Affäre ein Dossier angelegt.
Inhalt:
- Island: "nein", die
Steuerpflichtigen müssen nicht bezahlen von ATTAC,
Frankreich am
7.3. 2010
- Die Petition zur
Abhaltung des Referendums, Januar 2010
- Erklärung vom 5.1.2010 des
Präsidenten von Island, Ólafur Ragnar Grímsson, zur Abhaltung des
Referendums
- Islands Präsident entlarvt
antidemokratische EU
Island:
"nein", die Steuerpflichtigen müssen nicht bezahlen
von
Attac Frankreich am 7.3.2010
Die ersten
Ergebnisse deuten eine massive Zurückweisung des Icesave-Gesetzes durch
die Isländer an mit mehr als 95%,
gegen 1%
dafür und 4% Enthaltungen. Dieses Gesetz hätte bedeutet, 3.8 Milliarden
Euros oder 12 000 Euros pro isländischen Bürger an das Vereinigte
Königreich und die Niederlande zu bezahlen. Damit weigern sich die
isländischen Bürger, für die Fehler des Bankensystems und der
verantwortlichen Regierungen zu zahlen.
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Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Ray McGovern - www.informationclearinghouse.info - www.luftpost-kl.de
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08.03.2010
- bisherige Aufrufe: 199
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 Der ehemalige CIA-Analyst Ray
McGovern untersucht die Aktivitäten der US-finanzierten "Soldaten
Gottes" im Iran.
Die iranische Regierung
feiert die Gefangennahme des Abdolmalik Rigi, der Chef einer gewalttätigen
Gruppe ist, die sich Dschundallah (Soldaten Gottes, s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Dschundollah ) nennt; Teheran bezeichnet sie als Terrororganisation, die von
den USA, Großbritannien und Israel unterstützt werde.
Dschundallah ist eine von mehreren Gruppen, die mit
Bombenanschlägen
und anderen gewaltsame Attacken das islamische Regime des Irans ins Wanken bringen wollen.
In einem am 7.
Juli 2008 in dem Magazin THE NEW YORKER veröffentlichten Artikel zitierte der investigative
Journalist Seymour Hersh den ehemaligen CIAGeheimagenten Robert Baer, der fast
zwei Jahrzehnte lang in Südasien und im
Mittleren Osten eingesetzt war, mit der Aussage, Dschundallah sei eine
der militanten Gruppen im Iran, die von der
Unterstützung der USA profitieren. (s. http://www.newyorker.com/reporti ng/2008/07/07/080707fa fact hersh )
Hersh
berichtete auch, dass Präsident George W. Bush Ende 2007 eine Verfügung
unterzeichnet hat, mit
der er den US-Geheimdiensten bis zu 400 Millionen Dollar für verdeckte
Operationen zur Destabilisierung der iranischen Regierung zur Verfügung
stellte, auch zur Unterstützung militanter (iranischer) Organisationen.
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Frauen -
International
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von Anne Moll - www.arbeitermacht.de
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08.03.2010
- bisherige Aufrufe: 172
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Heute ist der 8. März in vielen kapitalistischen Ländern kein Kampftag mehr; er ist zu einem gegenseitigen Schulterklopfen über die erreichte Gleichberechtigung oder zu Saalveranstaltungen von Gewerkschaften verkommen.
Sie zeigen zwar die Ungleichbehandlung der Frauen in der Lohnarbeit auf und nehmen den 8. März jährlich zum Anlass, besonders auf die Belange von Frauen aufmerksam zu machen, doch dass sie weit davon entfernt sind, ihn zu einem Kampftag für die Forderungen der Frauen zu machen, zeigt sich nicht nur in ihren Aufrufen und an den fehlenden Straßenaktionen, sondern auch an der Folgenlosigkeit des jährlichen Anprangerns der mangelnde Gleichberechtigung.
Welch Kontrast zu vielen anderen Ländern! Weltweit kämpfen Frauen am 8. März. In der Türkei, in Kurdistan, im Iran, in Indien oder Bangladesch gehen zehntausende Frauen auf die Strasse, um gegen Unterdrückung und Repression zu kämpfen.
Dabei gibt es auch hier keinen Grund zum Feiern und erst recht keinen, im Kampf für die Frauenbefreiung nachzulassen.
Wie der Artikel „Frauen und Krise" von Christine Schneider zeigt, droht sich die Lage der Frauen aus der Arbeiterklasse - ob nun „vollbeschäftigt", prekär arbeitend oder arbeitslos, ob in der Familie oder alleinerziehend - dramatisch zu verschlechtern. Die Frage lautet also: Wie können wir eine Frauenbewegung schaffen, die auch hier mit Kundgebungen, Veranstaltungen, Aktionen, Streiks gegen die Abwälzung der Krisenkosten auf die Arbeiterinnen und für die Befreiung der Frau von Ausbeutung und Unterdrückung kämpft? Wir können dabei sowohl aus der Geschichte der proletarischen und sozialistischen Frauenbewegung, die ja auch den 8. März als internationalen Kampftag ins Leben gerufen hat, wie auch von den Frauen aus den Ländern der „Dritten Welt" lernen.
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Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Paul Panter - http://de.indymedia.org
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08.03.2010
- bisherige Aufrufe: 441
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Am Abend des 06. März 2010 protestierten jüdische und arabische
Linke im Osten von Jerusalem gegen das israelische Regime und die
Vertreibung weiterer arabischer Familien aus den betroffenen
Säuberungs-und Siedlungsgebieten.
Am Abend des 06. März versammelten sich in Ostjerusalem nach Angaben
der Veranstalter etwa 6.000 jüdische und arabische Linke um gegen die
Kriegspolitik der rechtskonservativen Regierung in Israel und die
anhaltende Vertreibung von Palästinensern zu demonstrieren. Konservative
Mainstreammedien berichten von 3.000 bis 3.500 Teilnehmern. So oder so
war es die größte gemeinsame Demo in der Geschichte Israels. Eine linke
außerparlamentarische Opposition war in den letzten Jahren in Jerusalem
kaum wahrnehmbar, auch wenn es seit Jahren in der Linken gemeinsame
Demonstrationen gegen die Siedlungspolitik gibt und in Sheikh Jarrah nun
seit einigen Monaten wöchentlich Demonstrationen gibt.
Begleitet
wurde die Demonstration vom größten Polizeiaufgebot seit 30 Jahren.
Nach israelischen Verhältnissen war die Größenordnung der Demonstration
ein Schock für die Rechte. Einige Mitglieder der Knesset konnten es sich
nicht nehmen lassen das Geschehen aus der Ferne in gepanzerten
Fahrzeugen zu beobachten, wie auch Arieh Eldad, Mitglied der
rechtsradikalen Partei „National Union" welcher sich anschließend
erwartet herabwürdigend äußerte:
„Die Dreistigkeit der
israelischen Linken hat nun zu einem Verrat geführt und zu einer
Kooperation mit den Feinden Israels."
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Ausland -
Europa
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von Hubert Kah - http://de.indymedia.org
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07.03.2010
- bisherige Aufrufe: 1013
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Der Widerstand gegen die "Sparmaßnahmen" genannten Umverteilungen in
Griechenland wächst und gewinnt an Breite.
Zusammenstösse in
mehreren Städten
Bullen verletzen prominenten 80-jährigen Veteranen
des griechischen Widerstands
Während es bereits gestern und die Nacht zu heute zu
Zusammenstössen, Angriffen auf Banken und luxuriöse Einkaufszentren kam,
wird heute versucht, die Abstimmung der beschlossenen Maßnahmen direkt
zu verhindern. Jedes Gesetz muß vor Abstimmung veröffentlicht werden und
so wurde zuerst versucht die dafür zuständige Redaktion zu blockieren
bzw. zu besetzen.
Anschliessend richteten sich die Aktionen direkt gegen
das Parlamentsgebäude. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit
MAT-Einheiten. Nach ersten Schätzungen beteiligen sich in Athen z.z.
7000 Demonstranten an den Aktionen und es kommt zu Auseinandersetzungen
an verschiedenen Stellen.
Durch Bullen verletzt wurde der berühmte
80-jähriger Widerstandskämpfer Glezos, der nach dem erzwungenen Abzug
der Nazis die Hakenkreuzfahne von der Akropolis geholt hatte.
Ein
Gewerkschaftsbonze wurde von erbosten Demonstranten verletzt.
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Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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von Ibrahim Hewitt - www.tlaxcala.es
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07.03.2010
- bisherige Aufrufe: 336
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Der
Verfasser eines Leitartikels im britischen Observer (Israel can accelerate peace by
exercising restraint
[Israel kommt schneller zum Frieden, wenn es sich in Zurückhaltung übt],
21. Februar 2010) verdient gehörigen Tadel wegen der in seiner Kolumne
verwendeten Sprache. Indem er versucht, die Situation in
Israel/Palästina zu analysieren, verfällt er in die Art von
Terminologie, die aufzeigt, wie schwierig es ist, dieses Thema auf eine
unparteiische Weise zu diskutieren. Die Wahl einer bestimmten
Terminologie ist nicht bloß eine Frage der Wortbedeutung, sondern sie
enthüllt auch oft eine zugrundeliegende Einstellung. Nirgendwo ist das
alte Sprichwort „Des einen Terroristen ist des anderen Freiheitskämpfer"
zutreffender als in Diskussionen über den Konflikt im Heiligen Land.
Der Observer behauptet, dass
„Israel und die Palästinenser sich in einem Zustand des permanenten
Krieges befinden", demnach ist es wohl unangemessen und fehlerhaft, wenn
sich der Autor im selben Artikel anschließend auf palästinensische
„Terroristen" bezieht. Kriege haben Kämpfer auf gegnerischen Seiten,
doch die von den USA gesteuerte Erzählversion nach den Anschlägen vom
11. September 2001 - mit dem „Kampf gegen den Terrorismus" - hat die
Unterschiede so stark verwischt, dass es mittlerweile akzeptabel, ja
obligatorisch ist, jeden, der gegen die Hegemonie des Westens kämpft,
als Terrorist zu bezeichnen.
Es ist erstaunlich, dass eine Zeitung wie
der Observer dieser Täuschung auf den Leim gegangen ist. Es ist genauso
erstaunlich, dass der Konflikt zwischen der israelischen Besatzungsmacht
und den unter der israelischen Besatzung stehenden Palästinensern
tatsächlich als „permanenter Krieg" beschrieben wird, was impliziert,
dass dies eine konventionelle Konfrontation zwischen zwei Seiten ist,
die jeweils über eine in etwa gleichwertige Militärmacht verfügen, doch
das stimmt einfach nicht. Israel ist eine Atommacht mit einer Armee, die
mit der fortschrittlichsten Militärtechnik ausgerüstet ist, die man
sich vorstellen kann. Palästina besteht hauptsächlich aus einer
Zivilbevölkerung und auch einem zukünftigen palästinensischen Staat
wird, wenn es nach Israel geht (was zweifellos der Fall sein wird), eine
eigene Armee, die mehr ist als leicht bewaffnete „Sicherheits"kräfte,
deren Aufgabe es ist und bleiben wird, gemäß dem Oslo-Abkommen in erster
Linie für die Sicherheit Israels zu sorgen, verboten werden.
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Letzte Aktualisierung ( 07.03.2010 )
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Ausland -
Europa
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von Antoine Lerougetel - www.wsws.org
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07.03.2010
- bisherige Aufrufe: 256
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Am Mittwoch vergangener Woche setzte die von der Kommunistischen
Partei dominierte Gewerkschaft CGT einen Streik in ganz Frankreich gegen
die Schließung der Dünkirchener Total-Raffinerie Les Flandres aus. Alle
sechs Raffinerien des französischen Ölgiganten waren zuvor bestreikt
worden.
Trotz des Verrats der CGT genau an dem Tag, als der eintägige
Generalstreik in Griechenland gegen die Sparmaßnahmen der dortigen
Regierung stattfand, stimmten die Arbeiter in Dünkirchen am Donnerstag
für die Fortsetzung ihres Ausstandes. Zu dem Zeitpunkt fanden in ganz
Europa zahlreiche weitere Streiks statt.
In Frankreich ließen Fluglotsen auch an ihrem letzten Streiktag Flüge
ausfallen und Piloten bei Air-France begannen mit einem eigenen
viertägigen Ausstand.
Die stalinistische CGT blies den landesweiten Streik gegen Total am
sechsten Tag ab, als der Streik gerade begann, die Ölfirma lahm zu
legen. Bei etwa zehn Prozent der Tankstellen von Total war das Benzin
ausgegangen.
Das Vorgehen der CGT erregte die Total-Arbeiter. Am Donnerstag sagte
einer der Arbeiter zur World Socialist Web Site: "Wir hätten
weitermachen müssen. Wir hätten [den französischen Präsidenten] Sarkozy
zum Rücktritt zwingen müssen."
Die CGT stellte den landesweiten Streik ein, um die Regierung Sarkozy
zu stützen und einer breiteren Bewegung der französischen und
europäischen Arbeiterklasse zuvorzukommen. Die Gewerkschaft ließ sich
auf ein Dreierabkommen mit Total und der Regierung ein, das beinhaltet,
die Raffinerie in Dünkirchen zu opfern, wenn die Firma im Gegenzug die
völlig unverbindliche Zusicherung abgibt, die Produktion nicht
einzuschränken, und während der nächsten fünf Jahre keine ihrer anderen
Raffinerien zu schließen oder zu verkaufen.
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Letzte Aktualisierung ( 07.03.2010 )
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Linke Zeitung Düsseldorf -
Aktionen
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von Mina K. - http://de.indymedia.org
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06.03.2010
- bisherige Aufrufe: 130
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Die von der WZ als „Demo-Party" der Ratsfraktion der
Linken beworbene Versammlung gegen das Spardiktat im Barmer Rathaus
fiel leider aus, die Dj´s waren aus unbekannten Gründen nicht mit ihrer
Musikanlage erschienen. Stattdessen waren rund 80 WuppertalerInnen zu
einer offenen Versammlung erschienen, die über das Spardiktat und über
mögliche Widerstandsaktionen diskutieren wollten.
Nach kurzer Begrüßung
durch Gerd- Peter Zielezinski, (Ratfraktion der Linkspartei) entspann
sich eine überraschend pluralistische Debatte.
Gekommen waren u.a.
AktivistInnen aus diversen Gewerkschaften (Verdi, GEW, BASO, IG Chemie),
ein Betriebsrat der Wuppertaler Bühnen, Beschäftigte des
Schauspielhauses, Mitglieder des ASTA, freie Kulturschaffende,
AktivistInnen von Tacheles, Attac, Club Courage, der Initiative
Grundeinkommen, der Linkspartei, der DKP und aus dem AZ. Leider
erschienen nur wenige Vertreter der von Kürzung betroffenen
Einrichtungen.
Zum wichtigsten erstmal.
Die von der WZ als „Demo-Party" der
Ratsfraktion der Linken beworbene
Versammlung gegen das Spardiktat
im Barmer Rathaus fiel leider aus, die Dj´s waren aus unbekannten
Gründen nicht mit ihrer Musikanlage erschienen. Stattdessen waren rund
80 WuppertalerInnen zu einer offenen Versammlung erschienen, die über
das Spardiktat und über mögliche Widerstandsaktionen diskutieren
wollten. Nach kurzer Begrüßung durch Gerd- Peter Zielezinski,
(Ratfraktion der Linkspartei) entspann sich eine überraschend
pluralistische Debatte.
Gekommen waren u.a. AktivistInnen aus
diversen Gewerkschaften (Verdi, GEW, BASO, IG Chemie), ein Betriebsrat
der Wuppertaler Bühnen, Beschäftigte des Schauspielhauses, Mitglieder
des ASTA, freie Kulturschaffende, AktivistInnen von Tacheles, Attac,
Club Courage, der Initiative Grundeinkommen, der Linkspartei, der DKP
und aus dem AZ. Leider erschienen nur wenige Vertreter der von Kürzung
betroffenen Einrichtungen.
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Inland -
Militärpolitik
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von Klaus Wagener - http://secarts.org
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06.03.2010
- bisherige Aufrufe: 500
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Läutet die griechische Tragödie das Ende der "Gemeinschaftswährung" ein?
"EU macht Griechen Dampf." "Wie die Griechen das Sparen lernen". (Stern) "Griechenland wird von der EU auf beispiellose Weise an die Kette gelegt." (SZ) Die hämisch-selbstzufriedenen Kommentare der bürgerlichen Medien sind deutlich. Der EcoFin (Rat der EU-Finanzminister. Das zentrale Entscheidungsgremium der EU) hat die griechische Regierung ultimativ auf ein drastisches "Sparprogramm" festgelegt. Die derzeitige Neuverschuldung soll von 12,7 Prozent in 2009 auf 8,7 in diesem Jahr und spätestens in 2012 auf unter drei Prozent abgesenkt werden. Satte 75 Prozent in weniger als drei Jahren.
Die von Giorgos Papandreou und Finanzminister Giorgos Papakonstantinou zugesagten Maßnahmen reichen von einer Etatkürzung in allen Ministerien um 10 Prozent, über die Senkung der Beamtengehälter und einen Einstellungsstopp, die Abschaffung der Preisindexierung von Sozialleistungen bis zur Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie der Tabak-, Alkohol-, und Brennstoffsteuer. Das erscheint Ecofin nicht genug, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Bis Mitte März soll die PASOK-Regierung zusätzliche Maßnahmen vorschlagen. Das von der EU erzwungene Programm stellt in etwa eine potenzierte Variante des rot-grünen "Sparkurses" dar: Eichels Sparschweinbatterie, der soziale Kahlschlag, die wegbrechenden Steuereinnahmen, die trotz allem ausufernden Haushaltslöcher und die konjunkturelle Eiszeit. Die Lernfähigkeit in diesen Kreisen hält sich offensichtlich in engen Grenzen. Und wieder einmal dürfen die Sozialdemokraten die Interessen des Finanzkapitals exekutieren.
Der Luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, einer der entschlossensten Vorkämpfer des EU-Projektes, hat in der "Süddeutschen" die Zielrichtung präzisiert: "Jetzt ist ausgeprägte Führungsqualität gefragt. Wir müssen klar sagen, was Sache ist und sein wird. (...) Die Eurogruppe wird sich künftig viel intensiver, viel stringenter mit der Wettbewerbsfähigkeit der Länder beschäftigen. Wir betrachten die mangelnde Beschäftigung mit der griechischen Lage als mittelmäßig schweren Unterlassungsfehler. (...) Die griechische Leistungsbilanz ist verheerend negativ, das ist über Jahre angewachsen. Wir müssen aufpassen, dass die Divergenzen nicht immer breiter werden.
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Letzte Aktualisierung ( 05.03.2010 )
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Ausland -
Naher Osten
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|
von Arno Neuber - www.imi-online.de
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06.03.2010
- bisherige Aufrufe: 350
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850 Soldaten zusätzlich (350 davon als "Einsatzreserve"), eine
Umschichtung der eingesetzten Truppe, die Aufstockung der Kriegskasse
für den Afghanistan-Einsatz in den nächsten zwölf Monaten um mehr als
271 Millionen Euro und sogenannte "einsatzbedingte Zusatzkosten" für den
Krieg in Afghanistan von mehr als einer Milliarde Euro im laufenden
Jahr - die Bundeskanzlerin nennt das einen "sehr viel stärker defensiven
Ansatz" der Bundeswehr am Hindukusch.
Zur Begründung der
haarsträubenden Propagandafloskel ist jetzt von der Ausbildung der
afghanischen Armee die Rede. "Die feinsinnige, an den grünen Tischen der
deutschen Parteizentralen getroffene Unterscheidung von Kampfeinsatz
und Ausbildung dürfte in den Kriegszonen Afghanistans kaum aufrecht zu
erhalten sein" schreibt die FAZ vom 27. 1. 2010. Das weiß man auch in
Berlin und in der Einsatzzentrale in Potsdam.
Der Kommandeur der deutschen Interventionstruppe, Brigadegeneral
Leidenberger, beschreibt denn auch sehr präzise, um was es beim Training
im Zuge von Kampfeinsätzen geht. "Wir, die ISAF und unsere afghanischen
Partner, sind gerade dabei, die Initiative in den von den Taliban
beherrschten Distrikten um Kunduz zurückzuerobern". Konkret heißt das,
die Aufständischen mit militärischer Gewalt aus strategisch wichtigen
Gebieten zu vertreiben und dieses Gelände auch langfristig zu halten.
Leidenberger erklärt, die Gegner der NATO-Interventionstruppen in eine
Art "Sackgasse" treiben zu wollen und es ist ihm natürlich klar, dass
das nicht ohne heftige Kämpfe und Opfer unter der Zivilbevölkerung
abgehen wird. Deshalb reklamiert die Bundesregierung neuerdings das
Kriegsvölkerrecht für sich, wenn sie den Außenminister im Bundestag von
einem "bewaffneten Konflikt" in Afghanistan reden lässt. Die
militaristische Fraktion in Berlin und in den Medien hat dafür schon
lange getrommelt.
"Wer sich jetzt darüber aufregt, dass in einem kriegsähnlichen Umfeld
auch auf Menschen geschossen wird, muss sich fragen lassen, in welcher
Realität er lebt", hatte der verteidigungspolitische Sprecher der
Unionsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, in der aktuellen Stunde des
Bundestages zu Afghanistan im Dezember gesagt und dazu aufgefordert,
"Überlegungen zum Einsatz schwerer Waffen nicht mehr auszuweichen", denn
"wir sind in Afghanistan nicht nur zum Brunnenbohren und Brückenbauen,
wie man lange Zeit geglaubt und vermittelt hat.
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Letzte Aktualisierung ( 05.03.2010 )
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