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Kosovo: national unterdrückt oder nicht?
Ausland - Europa
von A. Holberg    10.03.2010 - bisherige Aufrufe: 12

titokosovo.jpgEin nicht unwesentlicher Teil der Bewegung gegen Jugoslawien-Krieg des Jahres 1999 hat die Tatsache verschwiegen oder geleugnet, daß die Instrumentalisierung bestimmter Fakten durch die imperialistische Propaganda noch nicht ausreicht, diese Fakten selbst aus der Welt zu schaffen, und zwar in der Annahme, seiner Sache sei am besten gedient, wenn man die Rechtfertigungspropaganda der imperialistischen Aggressoren einfach samt und sonders ignoriert oder gar zurückweist.

So hat sie die Tatsache ignoriert, daß es neben aber auch in Verbindung mit dem geostrategischen Krieg des Imperialismus gegen Jugoslawien noch einen zweiten Kampf gab, nämlich den der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo gegen die Unterdrückung durch die ‘jugoslawische', de facto serbische, Armee und ihre irregulären nationalistischen Kommandos. Während der größte Teil der hier angesprochenen Kräfte der Friedens- bzw. Antikriegsbewegung -im allgemeinen jener mit stalinistischer Politisierung - sich in lang geübter Manier weigerte, O zu sagen, wo er zuvor A gesagt hatte, leugneten die konsequenteren Anhänger des seit dem Ausscheiden Kroatiens, Sloweniens und Bosniens aus dem jugoslawischen Staatsverband praktisch serbischen Nationalismus die Tatsache der nationalen Unterdrückung im Kosovo überhaupt.

Da wir uns leider auf die ‘Linke' beziehen müssen, wie sie ist, und nicht wie sie sein sollte oder hoffentlich auh könnte, wollen wir versuchen, in Ergänzung zu den grundlegenden methodischen Artikeln zur Frage des nationalen Selbstbestimmungsrechtes  auch die Faktenlage zu klären. 
Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 )
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Solidarität mit der griechischen Arbeiterklasse!
Ausland - Europa
von Norbert Nelte    10.03.2010 - bisherige Aufrufe: 87

gewerkschaftsfuehrer.jpg"Die Griechen sollten nicht mehr über ihre Verhältnisse leben und Sozialkürzungen hinnehmen, warum sollen wir Deutsche deren Schulden bezahlen? Der „korrupte und faule Grieche"solle erst einmal seinen eigenen Stall ausmisten." Das ist in Deutschland die gängige Meinung der meisten nichtgewerkschaftlichen Kollegen und sie bemerken dabei gar nicht, dass sie von der Auftragspresse spalterisch aufgehetzt wurden und letztlich damit das eigene Grab graben.

Allen voran schreitet die Bild-Zeitung mit ihren Kampfparolen: „Müssen wir für die Schulden von Iren, Italienern und Griechen zahlen?"  fragt sie, und antwortet gleich mit SPD-Steinbrück, damit die linksbürgerlichen auch gleich wissen, wie sie zu denken haben „Kommt nicht in Frage"

Der gleiche Tenor beider Welt  „Ihr Leben auf  Pump ist vorbei, ...während das Land mit sich selber kämpft ... Das Land hat keine neuen Industrien gegründet und sich nicht fit für die Moderne gemacht, im Gegenteil, es wurde teurer, langsamer und verlor seine Industrie.. In Athen und auch in Brüssel hat man darüber jahrzehntelang hinweg gesehen. Europäische, vorallem deutsche Firmen nutzten den griechischen Markt als Expansionsfläche, derweil die lokalen Produzenten wegstarben. Die Differenz zahlte der griechische Staat, erst mit EWG-, dann mit EU-Geld, schließlich mit immer mehrSchulden."

Nicht, die Armen kämpfen mit den Reichen und der Regierung, nein, das Land kämpfe  mit sich selber. Kein Wort davon, dass Griechenland jahrhundertelang abwechselnd von Rom, den Kreuzfahrern, der Republik Venedig, Genua und dem Johanniterordens, den Serben, dem Osmanen und zuletzt Italien, Deutschland und Bulgarien hart besetzt und an jeglicher Entwicklung behindert wurde. Also auch von einem bürgerlichen Standpunkt aus wäre es nur recht und billig, jetzt von Europa einen Ausgleich des Lebensstandards zu erwarten, aber die Medien hier spalten die europäische Arbeiterklasse und lügen und hetzen.

Letzte Aktualisierung ( 10.03.2010 )
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UN-Bericht verurteilt Botswanas Umgang mit Buschleuten
Ausland - Afrika
von www.survival-international.de    09.03.2010 - bisherige Aufrufe: 78

UN Sonderbeauftragter Prof. James Anaya betont „dringenden“ Handlungsbedarf beim Wasserzugang für Buschleute. ©Colegio de Antropólogos de Chile Der Bericht fordert die Regierung auf, dringend den Zugang zu Wasser zu regeln

Der Beauftragte der Vereinten Nationen (UN) für die Rechte indigener Völker verurteilt in einem aktuellen Bericht die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Buschleuten in Botswana.

Der UN-Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte und Grundlegenden Freiheiten Indigener Völker, Professor James Anaya, betont die andauernde Diskriminierung der indigenen Buschleute und Bakgalagadi im Central Kalahari Game Reserve (CKGR) durch die Regierung. Obwohl der Oberste Gerichtshof Botswanas im Jahr 2006 zugunsten der Buschleute entschied und die Zwangsvertreibung von ihrem Land als unrechtmäßig anerkannte, werden Buschleute weiterhin wie Bürger zweiter Klasse behandelt und ihre Rechte missachtet.

In seinem Bericht stellt Anaya fest, dass „die Weigerung der Regierung ihren Pflichten gegenüber denjenigen nachzukommen, die zurzeit in dem Reservat leben, weder im Sinne des Urteils [des Obersten Gerichts von 2006], noch mit internationalen Menschenrechten zu vereinbaren ist."
Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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US-Kriegsminister Gates will die NATO zu Instrument des Weltherrschaftsanspruchs der USA machen
Ausland - Nordamerika
von Robert M. Gates - www.voltairenet.org - www.luftpost-kl.de    09.03.2010 - bisherige Aufrufe: 329

gatesRede des US-Verteidigungsministers Robert M. Gates auf dem vierten Seminar zum Strategischen Konzept der NATO in der National Defense University in Washington

Hans, Herr Generalsekretär, Frau Albright, (Frau) Admiral Rondeau, General Abrial, es ist mir ein Vergnügen, heute hier bei Ihnen zu sein.
Mein Dank gilt auch dem Allied Command Transformation (s. http://www.act. nato.i nt/  und http://de.wikipedia.org/wiki/Allied_Com­mand_Transformation ) und der National Defense University (Infos dazu unter http://  de.wikipedia.org/wiki/National_Defense_Un  iversity und http://www.ndu.edu/ ), die die­ses Seminar veranstalten. Ich kann mir kei­nen besseren Ort für eine Diskussion über die Zukunft der transatlantischen Allianz vorstellen als diese Einrichtung, die für die Ausbildung einer neuen Generation von Of­fizieren zuständig ist, die für die nationale Sicherheit verantwortlich sein werden.

Dieses Seminar - das letzte, bevor eine Gruppe von Experten damit beginnt, ihre Empfeh­lungen für das neue Strategische Konzept aufzuschreiben - ist den zukünftigen Struktu­ren, Streitkräften und Fähigkeiten der NATO gewidmet.

Deshalb möchte ich zu Beginn darauf hinweisen, dass zur Zeit mehr als 120.000 Sol­daten im Rahmen einer von der NATO geführten Mission in Afghanistan dienen und Tausende mehr auf dem Weg dorthin sind. Die meisten von ihnen leben dort unter schwierigen Bedingungen, und viele stehen täglich unter feindlichem Feuer. Das sollte uns eindringlich daran erinnern, dass NATO-Treffen weder jetzt noch irgend­wann einmal zu unverbindlichen Gesprächsrunden oder angeregten Begegnungs­Wochenenden (s. http://www.renaissanceweekend.org/site/aboutus/aboutus.htm ) ver­kommen dürfen. Die NATO ist ein Militärbündnis mit Verpflichtungen in der realen Welt, bei denen es um Leben oder Tod geht. Von diesen Realitäten sollten wir uns, bei allem was wir tun, leiten lassen.

Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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Feuchtgebiete
Kultur - Satire
von Lothar Schnitzler    09.03.2010 - bisherige Aufrufe: 409

1.jpgWie ein Land versumpft und Politiker mehr als nur nasse Füße bekommen

Seit dem  Superwahljahr 2009 steht fest: Politik kann einfach nicht schön sein. Fährt man durch das schöne Deutschmühlental, steht die Ampel voll auf Gelb. Jede Menge bekannte Gesichter, die sich im Bermudadreieck Ludwigspark, Victor's Residence im Deutschmühlental und Gasthaus Woll umtreiben. Sie diskutieren heiß die Personalpolitik der Jamaika-Koalition, mittlerweile Jamaika-Korruption genannt.

In welcher Liga der 1. FC Saarbrücken Dank des hervorragenden Managements von Hartmut Ostermanns Präsidenten Horst Hinschberger nächste Saison spielt, ist jedem Fußballfan bekannt. In welche Sphären der Multimillionär die FDP führen will, ist noch offen. Auf jeden Fall wird die FDP umgetauft in FPO (Fiedele Partei Ostermann).

Hatte Hartmut Ostermann bisher abgetakelte Politiker in seine bezahlten Dienste genommen, kauft er sich jetzt, nachdem er im April 2008 Kreisvorsitzender der FDP Saarbrücken wurde, die Besetzung der saarländischen Parlamente. So zieht in den Saarbrücker Stadtrat eine völlig neue Mannschaft der FDP um den Ostermann-Angestellten Friedhelm Fiedler und den getreuen Rüdiger Linsler ein. Auch im Landtag dürften die Ostermannen eine neue schwarz-gelb-grüne (Schwampel) Politik mit dem Fraktionsvorsitzenden der FDP, Horst Hinschberger, dem Ostermann-Angestellten und Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Hubert Ulrich, und dem ehemaligen Ostermann-Angestellten und Fraktionsvorsitzenden der CDU, Klaus Meiser, einläuten. Das wird teuer für das Saarland.

Letzte Aktualisierung ( 09.03.2010 )
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ISLAND: ein klares und massives "NEIN" zum Icesave-Gesetz
Ausland - Europa
von ATTAC Frankreich, Ólafur Ragnar Grímsson, William A.M. Buckler, In Defence of Iceland -www.tlaxcala.    08.03.2010 - bisherige Aufrufe: 310

  Mit mehr als 95% der Stimmen haben die isländischen Wähler am Samstag, den 6. März 2010  "nein" gesagt zum "Icesave-Gesetz", das am 30. Dezember 2009 vom Althing*, dem Parlament, angenommen wurde. Sie haben damit die Zurückzahlung Islands von 3.9 Milliarden Euros abgelehnt, die von Groß-Britannien und den Niederlanden an 400 000 Sparer ausgezahlt wurden, die ihre Ersparnisse bei der Online-Sparkasse Icesave verloren hatten; Icesave war eine Gründung der isländischen Bank Landsbanki , die aber Bankrott machte.

Wir haben zum Verständnis dieser Affäre ein Dossier angelegt.

Inhalt:

  • Island: "nein", die Steuerpflichtigen müssen nicht bezahlen von ATTAC, Frankreich am 7.3. 2010
  • Die Petition zur Abhaltung des Referendums, Januar 2010
  • Erklärung vom 5.1.2010 des Präsidenten von Island, Ólafur Ragnar Grímsson, zur Abhaltung des Referendums
  • Islands Präsident entlarvt antidemokratische EU

Island: "nein", die Steuerpflichtigen müssen nicht bezahlen

von Attac Frankreich am 7.3.2010

Die ersten Ergebnisse deuten eine massive Zurückweisung des Icesave-Gesetzes durch die Isländer an mit mehr als 95%, gegen 1% dafür und 4% Enthaltungen. Dieses Gesetz hätte bedeutet, 3.8 Milliarden Euros oder 12 000 Euros pro isländischen Bürger an das Vereinigte Königreich und die Niederlande zu bezahlen. Damit weigern sich die isländischen Bürger, für die Fehler des Bankensystems und der verantwortlichen Regierungen zu zahlen.

Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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Der Iran hat einen unserer "guten Terroristen" gefangen
Ausland - Naher Osten
von Ray McGovern - www.informationclearinghouse.info - www.luftpost-kl.de    08.03.2010 - bisherige Aufrufe: 199

agenten.jpgDer ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern untersucht die Aktivitäten der US-finanzierten "Soldaten Gottes" im Iran.

Die iranische Regierung feiert die Gefangennahme des Abdolmalik Rigi, der Chef einer gewalttätigen Gruppe ist, die sich Dschundallah (Soldaten Gottes, s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Dschundollah ) nennt; Teheran bezeichnet sie als Terrororgani­sation, die von den USA, Großbritannien und Israel unterstützt werde.

Dschundallah ist eine von mehreren Gruppen, die mit Bombenanschlägen und anderen gewaltsame Atta­cken das islamische Regime des Irans ins Wanken bringen wollen.

In einem am 7. Juli 2008 in dem Magazin THE NEW YORKER veröffentlichten Artikel zitierte der investiga­tive Journalist Seymour Hersh den ehemaligen CIA­Geheimagenten Robert Baer, der fast zwei Jahrzehn­te lang in Südasien und im Mittleren Osten eingesetzt war, mit der Aussage, Dschundallah sei eine der mili­tanten Gruppen im Iran, die von der Unterstützung der USA profitieren. (s. http://www.newyorker.com/re­porti ng/2008/07/07/080707fa fact hersh )

Hersh berichtete auch, dass Präsident George W. Bush Ende 2007 eine Verfügung unterzeichnet hat, mit der er den US-Geheimdiensten bis zu 400 Millio­nen Dollar für verdeckte Operationen zur Destabilisie­rung der iranischen Regierung zur Verfügung stellte, auch zur Unterstützung militanter (iranischer) Organisationen.

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8. März: Für eine proletarische Frauenbewegung!
Frauen - International
von Anne Moll - www.arbeitermacht.de    08.03.2010 - bisherige Aufrufe: 172

http://www.dkp-muenchen.de/pic/8maerz.jpgHeute ist der 8. März in vielen kapitalistischen Ländern kein Kampftag mehr; er ist zu einem gegenseitigen Schulterklopfen über die erreichte  Gleichberechtigung oder zu Saalveranstaltungen von Gewerkschaften verkommen.

Sie zeigen zwar die Ungleichbehandlung der Frauen in der Lohnarbeit auf und nehmen den 8. März jährlich zum Anlass, besonders auf die Belange von Frauen aufmerksam zu machen, doch dass sie weit davon entfernt sind, ihn zu einem Kampftag für die Forderungen der Frauen zu machen, zeigt sich nicht nur in ihren Aufrufen und an den fehlenden Straßenaktionen, sondern auch an der Folgenlosigkeit des jährlichen Anprangerns der mangelnde Gleichberechtigung.
Welch Kontrast zu vielen anderen Ländern! Weltweit kämpfen Frauen am 8. März. In der Türkei, in Kurdistan, im Iran, in Indien oder Bangladesch gehen zehntausende Frauen auf die Strasse, um gegen Unterdrückung und Repression zu kämpfen.

Dabei gibt es auch hier keinen Grund zum Feiern und erst recht keinen, im Kampf für die Frauenbefreiung nachzulassen.

Wie der Artikel „Frauen und Krise" von Christine Schneider zeigt, droht sich die Lage der Frauen aus der Arbeiterklasse - ob nun „vollbeschäftigt", prekär arbeitend oder arbeitslos, ob in der Familie oder alleinerziehend - dramatisch zu verschlechtern. Die Frage lautet also: Wie können wir eine Frauenbewegung schaffen, die auch hier mit Kundgebungen, Veranstaltungen, Aktionen, Streiks gegen die Abwälzung der Krisenkosten auf die Arbeiterinnen und für die Befreiung der Frau von Ausbeutung und Unterdrückung kämpft? Wir können dabei sowohl aus der Geschichte der proletarischen und sozialistischen Frauenbewegung, die ja auch den 8. März als internationalen Kampftag ins Leben gerufen hat, wie auch von den Frauen aus den Ländern der „Dritten Welt" lernen.
Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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New Left in Town: Großdemo in Jersusalem
Ausland - Naher Osten
von Paul Panter - http://de.indymedia.org    08.03.2010 - bisherige Aufrufe: 441

http://media.de.indymedia.org/images/2010/03/275095.jpg Am Abend des 06. März 2010 protestierten jüdische und arabische Linke im Osten von Jerusalem gegen das israelische Regime und die Vertreibung weiterer arabischer Familien aus den betroffenen Säuberungs-und Siedlungsgebieten.

Am Abend des 06. März versammelten sich in Ostjerusalem nach Angaben der Veranstalter etwa 6.000 jüdische und arabische Linke um gegen die Kriegspolitik der rechtskonservativen Regierung in Israel und die anhaltende Vertreibung von Palästinensern zu demonstrieren. Konservative Mainstreammedien berichten von 3.000 bis 3.500 Teilnehmern. So oder so war es die größte gemeinsame Demo in der Geschichte Israels. Eine linke außerparlamentarische Opposition war in den letzten Jahren in Jerusalem kaum wahrnehmbar, auch wenn es seit Jahren in der Linken gemeinsame Demonstrationen gegen die Siedlungspolitik gibt und in Sheikh Jarrah nun seit einigen Monaten wöchentlich Demonstrationen gibt.

Begleitet wurde die Demonstration vom größten Polizeiaufgebot seit 30 Jahren. Nach israelischen Verhältnissen war die Größenordnung der Demonstration ein Schock für die Rechte. Einige Mitglieder der Knesset konnten es sich nicht nehmen lassen das Geschehen aus der Ferne in gepanzerten Fahrzeugen zu beobachten, wie auch Arieh Eldad, Mitglied der rechtsradikalen Partei „National Union" welcher sich anschließend erwartet herabwürdigend äußerte:

„Die Dreistigkeit der israelischen Linken hat nun zu einem Verrat geführt und zu einer Kooperation mit den Feinden Israels." 
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Wie verhindert man ein Gesetz?
Ausland - Europa
von Hubert Kah - http://de.indymedia.org    07.03.2010 - bisherige Aufrufe: 1013

[405.jpg] Der Widerstand gegen die "Sparmaßnahmen" genannten Umverteilungen in Griechenland wächst und gewinnt an Breite.

Zusammenstösse in mehreren Städten

Bullen verletzen prominenten 80-jährigen Veteranen des griechischen Widerstands Während es bereits gestern und die Nacht zu heute zu Zusammenstössen, Angriffen auf Banken und luxuriöse Einkaufszentren kam, wird heute versucht, die Abstimmung der beschlossenen Maßnahmen direkt zu verhindern. Jedes Gesetz muß vor Abstimmung veröffentlicht werden und so wurde zuerst versucht die dafür zuständige Redaktion zu blockieren bzw. zu besetzen.

Anschliessend richteten sich die Aktionen direkt gegen das Parlamentsgebäude. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit MAT-Einheiten. Nach ersten Schätzungen beteiligen sich in Athen z.z. 7000 Demonstranten an den Aktionen und es kommt zu Auseinandersetzungen an verschiedenen Stellen.
Durch Bullen verletzt wurde der berühmte 80-jähriger Widerstandskämpfer Glezos, der nach dem erzwungenen Abzug der Nazis die Hakenkreuzfahne von der Akropolis geholt hatte.

Ein Gewerkschaftsbonze wurde von erbosten Demonstranten verletzt. 
Letzte Aktualisierung ( 08.03.2010 )
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Der Observer, Israel und die Sprache des Krieges
Ausland - Naher Osten
von Ibrahim Hewitt - www.tlaxcala.es    07.03.2010 - bisherige Aufrufe: 336

 Der Verfasser eines Leitartikels im britischen Observer (Israel can accelerate peace by exercising restraint [Israel kommt schneller zum Frieden, wenn es sich in Zurückhaltung übt], 21. Februar 2010) verdient gehörigen Tadel wegen der in seiner Kolumne verwendeten Sprache. Indem er versucht, die Situation in Israel/Palästina zu analysieren, verfällt er in die Art von Terminologie, die aufzeigt, wie schwierig es ist, dieses Thema auf eine unparteiische Weise zu diskutieren. Die Wahl einer bestimmten Terminologie ist nicht bloß eine Frage der Wortbedeutung, sondern sie enthüllt auch oft eine zugrundeliegende Einstellung. Nirgendwo ist das alte Sprichwort „Des einen Terroristen ist des anderen Freiheitskämpfer" zutreffender als in Diskussionen über den Konflikt im Heiligen Land.

Der Observer behauptet, dass „Israel und die Palästinenser sich in einem Zustand des permanenten Krieges befinden", demnach ist es wohl unangemessen und fehlerhaft, wenn sich der Autor im selben Artikel anschließend auf palästinensische „Terroristen" bezieht. Kriege haben Kämpfer auf gegnerischen Seiten, doch die von den USA gesteuerte Erzählversion nach den Anschlägen vom 11. September 2001 - mit dem „Kampf gegen den Terrorismus" - hat die Unterschiede so stark verwischt, dass es mittlerweile akzeptabel, ja obligatorisch ist, jeden, der gegen die Hegemonie des Westens kämpft, als Terrorist zu bezeichnen.

Es ist erstaunlich, dass eine Zeitung wie der Observer dieser Täuschung auf den Leim gegangen ist. Es ist genauso erstaunlich, dass der Konflikt zwischen der israelischen Besatzungsmacht und den unter der israelischen Besatzung stehenden Palästinensern tatsächlich als „permanenter Krieg" beschrieben wird, was impliziert, dass dies eine konventionelle Konfrontation zwischen zwei Seiten ist, die jeweils über eine in etwa gleichwertige Militärmacht verfügen, doch das stimmt einfach nicht. Israel ist eine Atommacht mit einer Armee, die mit der fortschrittlichsten Militärtechnik ausgerüstet ist, die man sich vorstellen kann. Palästina besteht hauptsächlich aus einer Zivilbevölkerung und auch einem zukünftigen palästinensischen Staat wird, wenn es nach Israel geht (was zweifellos der Fall sein wird), eine eigene Armee, die mehr ist als leicht bewaffnete „Sicherheits"kräfte, deren Aufgabe es ist und bleiben wird, gemäß dem Oslo-Abkommen in erster Linie für die Sicherheit Israels zu sorgen, verboten werden.

Letzte Aktualisierung ( 07.03.2010 )
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Frankreich: Arbeiter von Total in Dünkirchen setzen Streik fort
Ausland - Europa
von Antoine Lerougetel - www.wsws.org    07.03.2010 - bisherige Aufrufe: 256

Die  Raffinerie von Total in DünkirchenAm Mittwoch vergangener Woche setzte die von der Kommunistischen Partei dominierte Gewerkschaft CGT einen Streik in ganz Frankreich gegen die Schließung der Dünkirchener Total-Raffinerie Les Flandres aus. Alle sechs Raffinerien des französischen Ölgiganten waren zuvor bestreikt worden.

Trotz des Verrats der CGT genau an dem Tag, als der eintägige Generalstreik in Griechenland gegen die Sparmaßnahmen der dortigen Regierung stattfand, stimmten die Arbeiter in Dünkirchen am Donnerstag für die Fortsetzung ihres Ausstandes. Zu dem Zeitpunkt fanden in ganz Europa zahlreiche weitere Streiks statt.

In Frankreich ließen Fluglotsen auch an ihrem letzten Streiktag Flüge ausfallen und Piloten bei Air-France begannen mit einem eigenen viertägigen Ausstand.

Die stalinistische CGT blies den landesweiten Streik gegen Total am sechsten Tag ab, als der Streik gerade begann, die Ölfirma lahm zu legen. Bei etwa zehn Prozent der Tankstellen von Total war das Benzin ausgegangen.

Das Vorgehen der CGT erregte die Total-Arbeiter. Am Donnerstag sagte einer der Arbeiter zur World Socialist Web Site: "Wir hätten weitermachen müssen. Wir hätten [den französischen Präsidenten] Sarkozy zum Rücktritt zwingen müssen."

Die CGT stellte den landesweiten Streik ein, um die Regierung Sarkozy zu stützen und einer breiteren Bewegung der französischen und europäischen Arbeiterklasse zuvorzukommen. Die Gewerkschaft ließ sich auf ein Dreierabkommen mit Total und der Regierung ein, das beinhaltet, die Raffinerie in Dünkirchen zu opfern, wenn die Firma im Gegenzug die völlig unverbindliche Zusicherung abgibt, die Produktion nicht einzuschränken, und während der nächsten fünf Jahre keine ihrer anderen Raffinerien zu schließen oder zu verkaufen.

Letzte Aktualisierung ( 07.03.2010 )
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Wuppertal:Versammlung gegen das Spardiktat
Linke Zeitung Düsseldorf - Aktionen
von Mina K. - http://de.indymedia.org    06.03.2010 - bisherige Aufrufe: 130

ImageDie von der WZ als „Demo-Party" der Ratsfraktion der Linken beworbene Versammlung gegen das Spardiktat im Barmer Rathaus fiel leider aus, die Dj´s waren aus unbekannten Gründen nicht mit ihrer Musikanlage erschienen. Stattdessen waren rund 80 WuppertalerInnen zu einer offenen Versammlung erschienen, die über das Spardiktat und über mögliche Widerstandsaktionen diskutieren wollten.

Nach kurzer Begrüßung durch Gerd- Peter Zielezinski, (Ratfraktion der Linkspartei) entspann sich eine überraschend pluralistische Debatte.
Gekommen waren u.a. AktivistInnen aus diversen Gewerkschaften (Verdi, GEW, BASO, IG Chemie), ein Betriebsrat der Wuppertaler Bühnen, Beschäftigte des Schauspielhauses, Mitglieder des ASTA, freie Kulturschaffende, AktivistInnen von Tacheles, Attac, Club Courage, der Initiative Grundeinkommen, der Linkspartei, der DKP und aus dem AZ. Leider erschienen nur wenige Vertreter der von Kürzung betroffenen Einrichtungen. Zum wichtigsten erstmal.

Die von der WZ als „Demo-Party" der Ratsfraktion der Linken beworbene
Versammlung gegen das Spardiktat im Barmer Rathaus fiel leider aus, die Dj´s waren aus unbekannten Gründen nicht mit ihrer Musikanlage erschienen. Stattdessen waren rund 80 WuppertalerInnen zu einer offenen Versammlung erschienen, die über das Spardiktat und über mögliche Widerstandsaktionen diskutieren wollten. Nach kurzer Begrüßung durch Gerd- Peter Zielezinski, (Ratfraktion der Linkspartei) entspann sich eine überraschend pluralistische Debatte.
Gekommen waren u.a. AktivistInnen aus diversen Gewerkschaften (Verdi, GEW, BASO, IG Chemie), ein Betriebsrat der Wuppertaler Bühnen, Beschäftigte des Schauspielhauses, Mitglieder des ASTA, freie Kulturschaffende, AktivistInnen von Tacheles, Attac, Club Courage, der Initiative Grundeinkommen, der Linkspartei, der DKP und aus dem AZ. Leider erschienen nur wenige Vertreter der von Kürzung betroffenen Einrichtungen. 
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Euro-Dämmerung?
Inland - Militärpolitik
von Klaus Wagener - http://secarts.org    06.03.2010 - bisherige Aufrufe: 500

Euroende.jpgLäutet die griechische Tragödie das Ende der "Gemeinschaftswährung" ein?

"EU macht Griechen Dampf." "Wie die Griechen das Sparen lernen". (Stern) "Griechenland wird von der EU auf beispiellose Weise an die Kette gelegt." (SZ) Die hämisch-selbstzufriedenen Kommentare der bürgerlichen Medien sind deutlich. Der EcoFin (Rat der EU-Finanzminister. Das zentrale Entscheidungsgremium der EU) hat die griechische Regierung ultimativ auf ein drastisches "Sparprogramm" festgelegt. Die derzeitige Neuverschuldung soll von 12,7 Prozent in 2009 auf 8,7 in diesem Jahr und spätestens in 2012 auf unter drei Prozent abgesenkt werden. Satte 75 Prozent in weniger als drei Jahren.

Die von Giorgos Papandreou und Finanzminister Giorgos Papakonstantinou zugesagten Maßnahmen reichen von einer Etatkürzung in allen Ministerien um 10 Prozent, über die Senkung der Beamtengehälter und einen Einstellungsstopp, die Abschaffung der Preisindexierung von Sozialleistungen bis zur Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie der Tabak-, Alkohol-, und Brennstoffsteuer. Das erscheint Ecofin nicht genug, um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Bis Mitte März soll die PASOK-Regierung zusätzliche Maßnahmen vorschlagen. Das von der EU erzwungene Programm stellt in etwa eine potenzierte Variante des rot-grünen "Sparkurses" dar: Eichels Sparschweinbatterie, der soziale Kahlschlag, die wegbrechenden Steuereinnahmen, die trotz allem ausufernden Haushaltslöcher und die konjunkturelle Eiszeit. Die Lernfähigkeit in diesen Kreisen hält sich offensichtlich in engen Grenzen. Und wieder einmal dürfen die Sozialdemokraten die Interessen des Finanzkapitals exekutieren.

Der Luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, einer der entschlossensten Vorkämpfer des EU-Projektes, hat in der "Süddeutschen" die Zielrichtung präzisiert: "Jetzt ist ausgeprägte Führungsqualität gefragt. Wir müssen klar sagen, was Sache ist und sein wird. (...) Die Eurogruppe wird sich künftig viel intensiver, viel stringenter mit der Wettbewerbsfähigkeit der Länder beschäftigen. Wir betrachten die mangelnde Beschäftigung mit der griechischen Lage als mittelmäßig schweren Unterlassungsfehler. (...) Die griechische Leistungsbilanz ist verheerend negativ, das ist über Jahre angewachsen. Wir müssen aufpassen, dass die Divergenzen nicht immer breiter werden.
Letzte Aktualisierung ( 05.03.2010 )
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Afghanistan: Bundeswehr rüstet zum "Endkampf"
Ausland - Naher Osten
von Arno Neuber - www.imi-online.de    06.03.2010 - bisherige Aufrufe: 350

krieg3.jpg
merkelmilitaer.jpg850 Soldaten zusätzlich (350 davon als "Einsatzreserve"), eine Umschichtung der eingesetzten Truppe, die Aufstockung der Kriegskasse für den Afghanistan-Einsatz in den nächsten zwölf Monaten um mehr als 271 Millionen Euro und sogenannte "einsatzbedingte Zusatzkosten" für den Krieg in Afghanistan von mehr als einer Milliarde Euro im laufenden Jahr - die Bundeskanzlerin nennt das einen "sehr viel stärker defensiven Ansatz" der Bundeswehr am Hindukusch.

Zur Begründung der haarsträubenden Propagandafloskel ist jetzt von der Ausbildung der afghanischen Armee die Rede. "Die feinsinnige, an den grünen Tischen der deutschen Parteizentralen getroffene Unterscheidung von Kampfeinsatz und Ausbildung dürfte in den Kriegszonen Afghanistans kaum aufrecht zu erhalten sein" schreibt die FAZ vom 27. 1. 2010. Das weiß man auch in Berlin und in der Einsatzzentrale in Potsdam.

Der Kommandeur der deutschen Interventionstruppe, Brigadegeneral Leidenberger, beschreibt denn auch sehr präzise, um was es beim Training im Zuge von Kampfeinsätzen geht. "Wir, die ISAF und unsere afghanischen Partner, sind gerade dabei, die Initiative in den von den Taliban beherrschten Distrikten um Kunduz zurückzuerobern". Konkret heißt das, die Aufständischen mit militärischer Gewalt aus strategisch wichtigen Gebieten zu vertreiben und dieses Gelände auch langfristig zu halten. Leidenberger erklärt, die Gegner der NATO-Interventionstruppen in eine Art "Sackgasse" treiben zu wollen und es ist ihm natürlich klar, dass das nicht ohne heftige Kämpfe und Opfer unter der Zivilbevölkerung abgehen wird. Deshalb reklamiert die Bundesregierung neuerdings das Kriegsvölkerrecht für sich, wenn sie den Außenminister im Bundestag von einem "bewaffneten Konflikt" in Afghanistan reden lässt. Die militaristische Fraktion in Berlin und in den Medien hat dafür schon lange getrommelt.

"Wer sich jetzt darüber aufregt, dass in einem kriegsähnlichen Umfeld auch auf Menschen geschossen wird, muss sich fragen lassen, in welcher Realität er lebt", hatte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, in der aktuellen Stunde des Bundestages zu Afghanistan im Dezember gesagt und dazu aufgefordert, "Überlegungen zum Einsatz schwerer Waffen nicht mehr auszuweichen", denn "wir sind in Afghanistan nicht nur zum Brunnenbohren und Brückenbauen, wie man lange Zeit geglaubt und vermittelt hat.

Letzte Aktualisierung ( 05.03.2010 )
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